Die Sommer Oper Bamberg 2011 ist mit großem Erfolg über die Bühne gegangen, was sich auch in der vielfältigen Presseresonanz widerspiegelt. Die hohe Qualität von Sängern und Orchester überzeugt nicht nur opernnetz.de: „Die europäische Oper hat viele Gründe zur Sorge, beim Nachwuchs ganz sicher nicht.“ Und empfiehlt die Sommer Oper Bamberg als „Pflichttermin für Intendanten und Agenten, die auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs sind. Hier finden sie ihn.“ Auch die Bayerische Staatszeitung lobt: „Die Sommeroper Bamberg überrascht mit einer musikalisch exquisiten Version von Mozarts ‚Nozze di Figaro‘.“ (Weitere Rezensionen finden Sie hier: www.facebook.com/SommerOperBamberg).
Dieser Erfolg wäre ohne die Mitarbeiter hinter den Kulissen nicht möglich gewesen. Nicht zuletzt Leonie Werner, der Projektmanagerin der Sommer Oper Bamberg, ist es zu verdanken, dass die Probenzeit so reibungslos verlaufen ist. Mehrere Wochen lang hat sie das Projektbüro am Laufen gehalten und war dabei praktisch rund um die Uhr erreichbar und im Dienst. Für diesen Dauereinsatz gebührt ihr unser herzlichster Dank!Wie hast Du ursprünglich von der Sommer Oper Bamberg erfahren und wie kamst du schließlich dazu, dort mitzuarbeiten?
Ich habe mit meiner Vorgängerin Katrin Kirsch 2 Jahre beim Kurt Weill Fest in Dessau gearbeitet. Sie war 2007 Projektmanagerin der Sommer Oper Bamberg und konnte dann 2009 aus beruflichen Gründen nicht mehr. Sie hat mich vorgeschlagen und auf diese Weise habe ich zum ersten Mal von dem Projekt gehört.
Nun bist Du bereits das zweite Mal dabei. Was gehört zu Deinem Aufgabenbereich und worum musst Du Dich kümmern? Wo liegt der Unterschied zum Aufgabenbereich von Till Fabian Weser, dem künstlerischen Leiter? Im Grunde bin ich während der Sommer Oper Assistentin von Till Fabian Weser, was den organisatorischen Bereich betrifft – ich leite das Projektbüro und bin unter anderem zusammen mit den Praktikanten Anlaufpunkt für alle Teilnehmer, organisiere ihre Ankunft, mache Probenpläne, koordiniere Premieren- und Dernierenfeier, das Kammerkonzert, Workshops, mögliche Freizeitunternehmungen und vieles mehr. Im Projektbüro laufen alle Stränge zusammen und somit ist man Ansprechperson für alle Seiten. Der Bereich ist sehr schwer einzugrenzen, da dazu auch meist spontan einiges passiert – das versuche ich so gut es geht abzufangen, damit dem musikalischen Leiter der Kopf für die Probenarbeit frei bleibt.
Warst Du auch an den Vorbereitungen der SOB beteiligt?
Ja, und das hat mich in diesem Jahr auf eine besondere Art und Weise mit dem Projekt verbunden – ich habe ein gutes Jahr vorher mit redaktioneller Arbeit begonnen und war dann Ansprechpartner für alle Bewerber – so war ich auch bei den Castings für Sänger und Orchester dabei und habe fast alle Teilnehmer kennengelernt, bevor das Projekt in Bamberg begonnen hatte. Das hat eine besondere emotionale Bindung ausgemacht …
Was hat sich im Vergleich zur SOB 2009 in diesem Jahr verändert?
Das wurde ich schon häufig gefragt ... Eigentlich war das Projekt in diesem Jahr ganz anders – auf einem anderen künstlerischen und musikalischen Niveau. Schon alleine durch den Schwerpunkt historische Aufführungspraxis hatten wir andere Teilnehmer, andere Workshops, vielleicht hier und da auch intensivere Proben. Auch der Meisterkurs mit Angelika Kirchschlager hat viel ausgemacht. Dadurch, dass er gleich zu Anfang stattfand, waren unsere Sänger schon zu einem harmonischen Ensemble geworden und unheimlich motiviert und bekräftigt, als die szenischen Proben losgingen. Angelika Kirchschlager hat dem Projekt ganz wichtige Impulse gegeben!
Was reizt dich persönlich daran, für die Sommer Oper zu arbeiten? Gibt es Unterschiede anderen Opernhäusern/Festivals? Die Sommer Oper Bamberg ist ein sehr junges Projekt – mir gefällt, dass die Teilnehmer noch keine routinierten Künstler sind. Für die jungen Sänger und Orchestermusiker hat die Sommer Oper Sprungbrettcharakter: viele stehen erst am Anfang ihrer Karriere und sammeln hier ihre ersten richtigen Opernerfahrungen – da ist also sehr viel Adrenalin zu spüren und man kann bei den meisten in den wenigen Wochen eine große künstlerische und auch persönliche Entwicklung bemerken. Ich finde es auch faszinierend zu sehen, wie junge Menschen aus ganz Europa an einem Gedanken arbeiten – das gemeinsame Projekt, die intensive Zeit und familiäre Atmosphäre in dieser bildhübschen Stadt schweißen einfach zusammen und so hatten einige beim Abschied Tränen in den Augen.
Was ist dir besonders wichtig, wenn du ein solches Projekt leitest?
Mir ist es wichtig, dass die Künstler sich wohl und gut betreut fühlen – ich wünsche mir, dass sie das Gefühl haben, dass sie für all’ ihre Sorgen einen Anlaufpunkt haben und ihnen zugehört wird. Sie sollen als Person und Künstler 100% ernst genommen werden und so dürfen sie auch jederzeit nur auf ein paar Kekse und einen kurzen Plausch ins Büro kommen. Auch wenn ich nur für den organisatorischen Bereich zuständig bin, möchte ich außerdem den Einblick in die künstlerische Arbeit nicht verlieren und versuche so viel wie möglich auch in Proben dabei zu sein und die Entwicklung zu beobachten – das ist mir sehr wichtig.
Wirst Du auch 2013 wieder dabei sein?
Mein Studium habe ich in diesem Jahr abgeschlossen und bin momentan freischaffend, was natürlich in der heutigen Zeit relativ schwierig ist! Hinzu kommt, dass andere Projekte natürlich immer mit der SOB vereinbar sein müssen … grundsätzlich entspricht das Projekt aber absolut meinen Zielen und Idealen, da ich gerade den Bereich der Nachwuchsförderung wahnsinnig spannend finde!
Was war Dein Lieblingsmoment bei der SOB 2011?
Die schönsten Momente sind immer, das große Ganze zum ersten Mal wahrzunehmen, sei es bei der Sitzprobe oder dem ersten Durchlauf – das ist wie wenn man bei einem Puzzle alle Teile zusammengefügt hat, die man sich schon lange einzeln angeschaut hat … und dann zu sehen, dass es funktioniert!
Vielen Dank für das Gespräch!
Noch ein paar Fragen an Leonie Werner ...
Geboren in Karlsruhe
Ich lebe momentan in Leipzig
Wenn ich nicht ins Kulturmanagement gegangen wäre, wäre ich heute vielleicht Maskenbildnerin oder Kostümbildnerin am Theater.
Ein Leben ohne Musik ist wie ein Leben, in dem die Stimmung fehlt.
Wenn ich eine Zeitreise unternehmen könnte, würde ich gerne mal in die Zeit des Rokoko schnuppern und eines der imposanten Feste miterleben.
Meine Lieblingsfigur aus einer Mozart-Oper? Schwierig … vielleicht die Barbarina aus „Le nozze di Figaro“ – ich mag ihre Art.
Spielte ich ein Instrument im Orchester, dann wäre es das Cello, weil es einen so unheimlich warmen Klang hat!
In zehn Jahren möchte ich das Gefühl haben, „alles“ richtig gemacht zu haben.
Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament? Allegro vivace :-)
Die Premiere von 'Le nozze di Figaro' steht kurz bevor. Am 4. Oktober wird sich im ETA Hoffmann-Theater Bamberg der Vorhang zum ersten Aufführung der Sommer Oper Bamberg 2011 heben. Von den Proben der letzten Wochen berichtet Till Fabian Weser, der künstlerische Leiter der Sommer Oper Bamberg:

Die Sopranistin Sonja Šarić wurde im serbischen Sombor geboren. Schon während der Gymnasialzeit in ihrer Heimatstadt und in Novi Sad erhielt sie Gesangsunterricht und gewann erste Preise bei den Wettbewerben ‚Nikola Cejic‘ (Ruma, 2008) und ‚Lazar Jovanovic‘ (Belgrad, 2008), ‚Bruna Spiler‘ (Herceg Novi, 2009) und beim Republikwettbewerb in Belgrad (2009). Seit Oktober 2009 studiert sie Sologesang in der Klasse von Prof. Snežana Stamenković an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.
Die Mezzosopranistin Haruna Yamazaki wurde 1986 in Stuttgart geboren und lebte dort, in Coburg und Mannheim einige Jahre, bevor sie mit ihren Eltern nach Japan zurückkehrte. Sie nahm im Alter von 6 Jahren Klavierstunden bei ihrer Mutter, mit 15 Jahren erhielt sie von ihrem Vater erstmals Gesangsunterricht. 2004 begann sie ihr Gesangsstudium an der Staatlichen Universtät für Bildende Küste und Musik in Tokio bei Prof. Naoko Ihara, das sie 2008 mit Auszeichnung abschloss. Im Anschluss studierte sie in der Gesangklasse von Prof. Ulrike Sonntag sowie an der Opernschule der Musikhochschule Stuttgart, die sie im Juli 2011 mit einem Master-Abschluss mit Auszeichnung erfolgreich absolvierte. Ihre Ausbildung vervollständigte sie durch Meisterkurse bei Brigitte Steinberger, Peter Berne, Malcolm Walker und Shirley Close.
Der japanische Bariton Yoshiaki Kimura stammt aus Okayama/Japan und studierte von 2000 bis 2004 Gesang, sowie bis 2007 Operngesang (Master) an der Universität der Künste Tokio (Tokyo Geijutsu Daigaku). Er setzte sein Studium zunächst an der Opernschule (bei Prof. Steddin Sigmar) der Musikhochschule Karlsruhe, dann am Conservatoire Toulon/Frankreich (bei Prof. Udo Reinemann) fort, wo er im Mai 2011 mit Auszeichnung sein Studium abgeschlossen hat. Von 2009 bis 2010 besuchte er die Meisterklasse am Königlichen Konservatorium in Brüssel bei Prof. Udo Reinemann. Derzeit studiert er an der Musikhochschule Stuttgart im Kontaktstudium Gesang bei Yasuko Kozaki und Liedgestaltung bei Prof. Cornelis Witthoefft. Er besuchte zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Wolfram Rieger, Felicity Lott, Rudolf Jansen, Wolfgang Holzmair, Mathias Goerne und Stefan Genz. 2011/2012 wird er als Stipendiat der belgischen Stipendienstiftung Robus am Flanders Opera Studio verbringen.
Die Sopranistin Tamara Banjesevic stammt aus der serbischen Hauptstadt Belgrad. Nach ihrem Schulabschluss zog sie nach Mannheim und studiert dort seit 2007 bei Prof. Snežana Stamenković an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Ihre Gesangsstudien ergänzte sie durch Meisterkurse bei Helen Donath, Rudolf Piernay, James Taylor und Philip Kang. Neben mehrfachen Auszeichnungen beim Nationalen Gesangswettbewerb ‚Lazar Jovanović‘ in Serbien errang sie 2009 den 4. Preis und den Förderpreis beim Internationalen Gesangswettbewerb ‚Ferruccio Tagliavini‘ in Deutschlandsberg (Österreich). Sie war Trägerin des Musikpreises der Bruno Frey-Stiftung und Stipendiatin des DAAD, des Lyons Club und des Rotary Club.
Der Bariton Jisu Park stammt aus Süd-Korea. Er studierte zunächst Gesang bei Prof. Sung-Hwa Lee an der Kyunghee Universität in Seoul und wechselte nach seinem Bachelor-Abschluss zu Prof. Dr. Jeanette Favaro-Reuter an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig, wo er sein Diplom und sein Konzertexamen ablegte. Seit September 2010 ist er dort, nach einem Aufenthalt am Opernstudio des Nationaltheaters Weimar, Mitglied der Meisterklasse von Jeanette Favaro-Reuter.

Der Bariton Bernhard Hansky stammt aus Eisenhüttenstadt. Er studiert seit 2007, zunächst als Jungstudent, bei Hanno Müller-Brachmann an der Hochschule für Musik ‚Hanns Eisler‘ Berlin und besuchte Meisterkurse bei Prof. Jutta Schlegel, Raúl Giménez, Giorgio Caoduro, Andreas Homoki und arbeitete 2011 auch mit Dietrich Fischer-Dieskau. Er war Preisträger der Franz-Grothe-Stiftung beim Bundeswettbewerb Gesang 2008.
Die Sopranistin Irina Marinaş stammt aus Rumänien. Sie begann ihr Gesangs- (und Italienisch)- Studium bei Professor Stefano Algieri an der Schulich School of Music an der McGill University in Montreal, Kanada, das sie mit dem Bachelor of Music (mit Auszeichnung) abschloss. Seit 2009 absolviert sie ein Masterstudium am Mozarteum Salzburg als Studentin von Horiana Branisteanu in der Abteilung Oper und Musiktheater. Sie errang 2008 den zweiten Platz beim nationalen Finale des kanadischen Musikwettbewerbes und ist zweifache Stipendiatin des ‚Grant for Classical Musicians‘ des ‚Canada Council for the Arts‘.
Der Bariton Elias Benito Arranz stammt aus Barcelona. Nach einem Klavier- und geisteswissenschaftlichen Studium in Spanien begann er eine Gesangsausbildung an der Royal Academy of Music in London, die er mit einem Postgraduiertendimplom abschloss und am Opernstudio des Theater La Monnaie und der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel fortsetzte. Er ist Träger des Arthur Burcher Prize 2004 der Royal Academy of Music und war Stipendiat des Sir Richard Stapley Educational Trust und des Simon Fletcher Charitable Trust.
Die Mezzosopranistin Mareike Braun stammt aus Hannover. Sie begann ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater ihrer Heimatstadt bei Prof. Christiane Iven, machte ihren Master-Abschluss bei Prof. Rudolf Piernay an der Guildhall School of Music and Drama in London und wird ihre Studien demnächst an der Opernschule Mannheim fortsetzen. Sie gewann 2008 den ersten Preis beim Liedwettbewerb des Braunschweig Classix Festivals, im Jahr darauf ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbands und ist Stipendiatin der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk und von „Yehudi Menuhin
Der Bass Martin Js. Ohu stammt aus Südkorea. Nach einem Studium der Luftfahrttechnik und fünf Jahren als Forschungsingenieur nahm er ein Gesangsstudium bei Philip Kang an der Seoul National University auf. Nach seinem Bachelor-Abschluss studierte er dann an der Musikhochschule Köln/Aachen und erhielt seinen Master-Abschluss Sologesang am Maastrichter Konservatorium bei Mya Besselink, wo er auch die Opernschule besuchte. Seit 2009 setzt er seine Studien bei Thomas Dewald an der Musikhochschule Mainz mit dem Ziel des Konzertexamens fort und ist seit 2010 Mitglied im Jungen Ensemble am Staatstheater Mainz.
Der Tenor Sören Richter stammt aus Chemnitz und war bis zum Abitur Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Er studiert seit 2005 Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, zunächst bei Prof. Karl Markus und seit April 2008 bei Prof. Thomas Heyer. Er ergänzte seine Ausbildung durch Meisterkurse bei Prof. Kammersänger Kurt Moll (FfM), Georges Delnon und Wiebke Weidanz („Il nuovo Teatro musicale“, Montepulciano), u.a. Er ist Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Chemnitz und war 2009 Stipendiat bei „Yehudi Menuhin
Der österreichische Bass Christoph Seidl wurde 1987 in Zwettl geboren. Nach erstem Gesangsunterricht in seiner Heimatstadt Weitra begann er 2008 sein ordentliches Studium in der Sologesangsklasse von Prof. Ralf Döring an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, an der er zuvor ein Jahr lang den Lehrgang Stimmbildung bei Martin Vacha belegt hatte.
"Die Vorspiele haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal anberaumt", erzählt Till Fabian Weser, der künstlerische Leiter der Sommer Oper Bamberg. Er ist herumgereist, hat sich die jungen Musiker angehört und aus den besten das Orchester für 2011 zusammengestellt. "Und es hat sich gelohnt: Das wird ein sehr gutes Orchester mit wunderbaren Mitgliedern, auf das man wirklich gespannt sein darf. Besser noch, als beim letzten Mal. Und das ist ja auch wichtig, wenn wir
Die griechische Mezzosopranistin 