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Monday, October 3, 2011

"Die Qualität stimmt" – Till Fabian Weser über die Proben zu "Le nozze di Figaro"

Die Premiere von 'Le nozze di Figaro' steht kurz bevor. Am 4. Oktober wird sich im ETA Hoffmann-Theater Bamberg der Vorhang zum ersten Aufführung der Sommer Oper Bamberg 2011 heben. Von den Proben der letzten Wochen berichtet Till Fabian Weser, der künstlerische Leiter der Sommer Oper Bamberg:


Lieber Till, wir haben zuletzt vor dem Eintreffen des Orchesters gesprochen. In den letzten Wochen ist einiges passiert, alle Einzelteile haben sich zu einem Ganzen gefügt und eine Opernproduktion ist entstanden. Wie liefen die Proben?
Wir haben erstmalig die Sommer Oper Bamberg ohne eine Tutti-Probe begonnen, sondern gleich mit den Satzproben angefangen. Bei ‚La Bohéme‘, die wir im Jahr 2009 aufgeführt haben, war es sinnvoll, zum Kennenlernen des Stücks gleich am Anfang einen Durchlauf zu machen, vielleicht sogar mit dem einen oder anderen Sänger, um ein Gefühl für die Puccini-typischen Rubati zu bekommen. Bei Mozarts ‚Le nozze di Figaro‘ war allerdings zunächst einmal Handwerk gefragt, und das haben die Dozenten sehr gut vorbereitet und exzellent vermittelt. Michi Gaigg etwa hat wirklich tolle Streicher-Klangfarben zustande gebracht und zum Beispiel knirschende und klopfende Klänge für ‚Non più andrai‘, den Marsch am Ende des ersten Aktes, in den Geigen herausgearbeitet. Wir haben uns am Ende eines Gruppenprobetages allerdings immer eine halbstündige Durchlaufprobe erlaubt und die Ouvertüre oder ein Finale ausprobiert. Das Orchesters ist sehr homogen, und das Niveau deutlich höher als in den Jahren zuvor, das liegt daran, dass wir Probespiele veranstaltet haben. Ohne die wird es in Zukunft nicht mehr gehen, sie haben sich sehr bewährt.

Wie lange haben die Satzproben gedauert?
Drei Tage. Und wir hatten wunderbare Dozenten, die mit den einzelnen Gruppen intensiv geprobt haben. Neben Michi Gaigg waren das Kristin von der Goltz für die tiefen Streicher, Claire Genewein für die Holzbläser, Jonathan Pia für die Trompeten, Szabolcs Zempléni für die Hörner, Robert Cürlis für Pauke und Pilar Montoya Chica für Hammerklavier / Korrepetition.
Hörner und Trompeten spielen auf historischen Instrumenten, auch die Pauke verwendet Holzschlägel. Diese "Ingredienzien" prägen den Klang des Orchesters, das ansonsten auf modernen Instrumenten spielt, entscheidend. Das Orchester ist überaus motiviert und brannte nach den Satzproben geradezu danach, zusammenspielen zu dürfen. Wir sind in den gemeinsamen Proben der darauf folgenden Tage ohne Hast durch die Oper gekommen. Es war für mich, als künstlerischem Leiter, einerseits wichtig, darauf zu achten, dass etwa Klarinette, Pauke und Trompete nicht all zuviel Leerlauf haben, und dabei trotzdem die Probendramaturgie so einzurichten, dass alles, was besonders sorgfältig geprobt werden musste, genug Raum erhält. Jetzt stehen wir kurz vor der Premiere und haben die Generalproben hinter uns.

Gab es denn mehrere?
Ja, wie hatten zwei Generalproben. Wir haben die Hauptprobe umgewidmet, damit beide Ensembles die Chance auf eine gleichwertige Generalprobe bekamen, beide auch mit ein wenig Publikum. Alle, die die SOB von früher kennen sind beeindruckt von der Orchersterleistung. Auch die Sänger sind sehr gut. Sänger die sich eine Partie teilen, haben für ihre Arien manchmal ganz eigene Tempovorstellungen, für die ich innerhalb einer gewissen Grenze die Freiheit lassen möchte. Und da habe ich mit Freude bemerkt, wie flexibel das Orchester reagiert, wenn sich bewusst ein paar Zahnrädchen bei unseren Proben verändert habe. Und bei der letzten Generalprobe war dann endgültig klar, dass das Orchester auf hohem Niveau Oper begleiten kann. Die Gesamtqualität der Produktion ist hoch. Auch der Chor ist sehr gut vorbereitet und tanzt sogar zum Fandango, den wir zusätzlich mit Kastagnetten gewürzt haben. Insofern wird es eine runde und spannende Sache und ich freue mich sehr auf die Premiere.



Tuesday, September 6, 2011

Opernitalienisch mit Valentina di Taranto





Valentina di Taranto
Bild: Gerhard Schlötzer
Wir freuen uns sehr, dass den Sängerinnen und Sängern der Sommer Oper Bamberg in diesem Jahr erstmals ein Sprachcoach zur Seite stehen und drei Wochen lang die Proben begleiten wird: Die Italienerin Valentina di Taranto arbeitete nach einem Gesangsstudium in Italien und den Niederlanden selbst einige Zeit als Sängerin. Seit 1999 ist sie als Italienisch-Coach für Opernproduktionen tätig.

Sommer Oper Bamberg Sehr geehrte Frau die Taranto, woran werden Sie mit dem Ensemble arbeiten?

Valentina di Taranto Die Sänger sind zwar alle sehr jung, aber nach dem, was ich beim Vorsingen gehört habe, ist das sprachliche Niveau schon sehr gut. Ich werde mit ihnen an der italienischen Aussprache arbeiten, Fehler korrigieren, zum Beispiel bei Doppelkosonanten oder Vokalen. Manche Sänger haben bisweilen Probleme mit bestimmten Lauten, dann versuche ich Ihnen zu erklären, wie sie die leichter hervorbringen können. Das kann man manchmal gar nicht auf die Schnelle erlernen, aber man kann einen Anstoß geben. Zuweilen spreche ich auch über Stimmhaftigkeit und den italienischen Sprachklang, wenn die Möglichkeit dazu besteht und die Sänger daran Interesse haben.

Falls es um eine Oper mit vielen Rezitativen geht, was bei ‘Le nozze die Figaro’ definitiv der Fall ist, arbeiten wir sehr sorgfältig an den Rezitativen. Je nachdem, was der Regisseur von den Sängern und der Gefühlswelt der Figuren in einer Szene erwartet, übersetze ich das in eine angemessene Art der Aussprache, der Verwendung von Pausen, etc. Man kann die Rezitative auf tausend verschiedene Arten singen, und je nach den Vorstellungen des Regisseurs kann ich verschiedene Lösungen vorschlagen. Bei den Arien geht es manchmal auch um die Phrasierung.

SOB Angelika Kirchschlager, die den Meisterkurs am Anfang der Probenphase leiten wird, hat ebenfalls betont, wie wichtig ihr die Rezitative sind …

VdT Die Rezitative sind eben ein schwieriger Teil der Oper, besonders beim ‘Figaro’: Es gibt viele, und sie sind oft sehr lang. Die meisten Zuschauer verstehen den gesungenen Text nicht direkt, sondern lesen die Übersetzung in den Übertiteln. Doch wenn etwas Lustiges oder Trauriges geschieht, und die Sänger das auch wirklich meinen, fühlen und ausdrücken, dann können die Rezitative wirklich spannend sein. Anderenfalls sind sie einfach langweilig, und das Publikum wartet nur noch auf die nächste Arie [lacht]. Denn die ist einem vielleicht vertraut, und sie geht mit ihrem vollen Orchesterklang oft leichter ins Ohr, als die Rezitative, die kaum einer kennt. Insofern müssen die Rezitative gut und lebendig gesungen werden, vor allem, da sie die Geschichte erzählen.

Bei ‚Le nozze di Figaro’ ist die Geschichte sehr kompliziert und somit eine Herausforderung. Da Ponte hat aus dem fünfaktigen Stück von Beaumarchais ein vieraktiges gemacht; insofern fehlen hier und da ein paar Dinge oder manche Sätze sind etwas unklar. Also gehört es auch manchmal zu meiner Arbeit, zu erklären, warum etwas fehlt, damit die Sänger genau wissen, was da eigentlich geschieht.

SOB Heutzutage werden die meisten Opern in den Originalsprachen aufgeführt. Haben diese sprachlichen Anforderungen ausreichend Eingang in die Gesangsausbildung gefunden?

VdT Es hängt sehr von der Schule und vom Ort ab. Aber an fast allen großen Konservatorien gibt es inzwischen Lehrer und Lehrpläne für den Sprachunterricht. Einige konzentrieren sich vor allem auf die reine Sprachvermittlung, also Grammatik und Vokabular, damit die Studenten die Texte übersetzen können. Dieser Ansatz unterscheidet sich von dem, den meine Kollegen und ich vertreten: Bei uns geht es mehr darum, wie die Sprache klingen sollte. Denn der Klang macht den Unterschied, das ist wie im Deutschen oder Französischen. Das ist eine ganz andere Arbeit. Die leisten nicht alle Konservatorien, aber die meisten tun es inzwischen schon.

SOB Ist die Arbeit an der Aussprache inzwischen ein “Muss” für Musikproduktionen geworden?

VdT Eine gute Musiktheaterproduktion kommt tatsächlich nicht mehr ohne Sprachcoach aus, besonders, wenn viele Rezitative vorkommen. Mit einem Coach kann sich eine Oper völlig verändern.

SOB Dann freuen wir uns auf eine spannende und erlebnisreiche Arbeitsphase mit Ihnen. Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Maximilian Rauscher

Tuesday, July 26, 2011

„Ein Fundament schaffen ...“ – Angelika Kirchschlager im Gespräch über Mozart, Meisterkurse und „Allegro con moto"




Bild: Nikolaus Karlinsky
Angelika Kirchschlager
Bild: Nikolaus Karlinsky
Angelika Kirchschlager ist eine der am meisten gefeierten Mezzosopranistinnen unserer Zeit. In Salzburg geboren und in Wien ausgebildet, ist sie heute weltweit auf den bedeutendsten Opernbühnen zuhause, gerngesehener Gast bei den großen Orchestern und auch als Lied-Interpretin hochgeschätzt. Vom 11. bis 14. September 2011 wird sie einen Meisterkurs für die Sängerinnen und Sänger des Ensembles der Sommer Oper Bamberg geben. Ein kleines Gespräch vorab.

Sommer Oper Bamberg: Sehr geehrte Frau Kammersängerin, es freut uns sehr, dass Sie sich trotz eines immens vollen Terminkalenders die Zeit für den Meisterkurs der SOB nehmen werden.

Angelika Kirchschlager: Vielen Dank, ich freue mich auch sehr darüber. Ich habe gerade mit den Bamberger Symphonikern geprobt und dabei festgestellt, wie schön die Stadt doch ist. Umso mehr freue ich mich, dass ich noch einmal hierher kommen darf.

SOB Woran werden Sie mit den jungen Sängerinnen und Sängern arbeiten? Was erwartet die Teilnehmer Ihres Meisterkurses?

„Ich ermutige die Sänger immer, authentisch zu sein, eine sehr persönliche Rollengestaltung zu finden, und keine anderen berühmten Sänger zu kopieren ... ”A.K. Ich unterrichte mittlerweile seit drei Jahren, und dabei hat sich herausgestellt, wie wichtig es ist, ausführlich an den Rezitativen zu arbeiten. Ich habe mit großer Freude sieben Jahre lang mit Riccardo Muti jeden Sommer eine Da Ponte/Mozart-Oper einstudiert. Alle drei, die es gibt. Und auch Muti hat fast ausschließlich an den Rezitativen gearbeitet. Die Arien sind dann einfach so durchgelaufen, aber die Rezitative waren wirklich harte Arbeit. Darauf werde ich also ein ganz besonderes Augenmerk legen. Die meisten Kursteilnehmer glauben zunächst, das sei langweilig, aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass das wirklich viel Spaß machen wird. Die Rollengestaltung bei Mozart geschieht ja hauptsächlich durch die Rezitative, die Handlung wird nur durch sie vorangetrieben. Ich ermutige die Sänger immer, authentisch zu sein, eine sehr persönliche Rollengestaltung zu finden, und keine anderen berühmten Sänger zu kopieren; sondern ganz bei sich zu bleiben und ihre Kraft aus sich selbst zu holen. Auch das ist überaus spannend. Ich ermutige sie immer, mutig zu sein, nicht zu angepasst, sondern individuell, ihren eigenen Weg zu finden.

SOB
Sie unterrichten, wie Sie eben sagten, seit drei Jahren. Haben Ihnen Kurse wie dieser, bei dem ein erfahrener Künstler sein Wissen an den Nachwuchs weitergibt, in Ihrer eigenen künstlerischen Entwicklung geholfen, und möchten Sie das weitergeben?

„Mir macht Unterrichten wahnsinnig viel Spaß!”A.K. Ich merke, wie schnell die Zeit vergeht, denn ich sehe mich manchmal noch immer als Studentin von Walter Berry in Wien. Bei ihm habe ich Lied- und Oratoriengesang studiert. Er hat mich zu vielen Dingen ermutigt, war geduldig und hat mich darin bestärkt, dass ich meinen Weg finden werde, wenn ich alles so mache, wie ich es für richtig halte. Diese Erfahrung, die mir selber durch meinen Lehrer zuteil wurde, gebe ich auf jeden Fall weiter. Mein Unterricht beschränkt sich momentan auf Workshops und Meisterkurse; ich unterrichte nur dort, wo ich glaube, dass ich etwas zu sagen habe [lacht]. Ich bin jetzt seit zwanzig Jahren als Sängerin unterwegs, und obwohl man ja nie auslernt, stelle ich erstaunt fest, dass sich doch einiges an Erfahrung angesammelt hat. Es gibt also einiges, was ich zu sagen habe. Und mir macht Unterrichten wahnsinnig viel Spaß!

SOB Eine bessere Voraussetzung für den Kurs kann man sich gar nicht wünschen. Doch was kann man allgemein als Sänger lernen, und was muss man mitbringen?

A.K. Man muss zum Beispiel lernen, wie man Rezitative wirklich singt, denn das bringt niemand mit. Das ist wirklich Knochenarbeit, das ist Handwerk. Man kann Phrasieren lernen, verschiedene Tricks, man kann und muss selbstverständlich singen lernen. Das ist bei jedem anders. Es gibt natürlich die absoluten Naturbegabungen, die sich einfach auf die Bühne stellen und mit ihrer Persönlichkeit und Sangesfreude überzeugen. Dann gibt es andere, die zwar wahnsinnig tolle Stimmen haben, aber sich etwas schwerer damit tun, sich auf der Bühne zu präsentieren. Und genau dort setze ich dann an: Wenn man ihnen die Angst nimmt und Zuversicht gibt, dann können sich auch etwas scheuere Sänger öffnen – und dabei etwas über sich selbst erfahren. Nach meinen Beobachtungen kann man das, was man in diesen Interpretationsstunden gelernt hat, auch für sein eigenes Leben mitnehmen. Das sind ganz tolle Erfahrungen.

SOB Sie werden bei Ihrem Bamberger Meisterkurs an den Rezitativen aus ‚Le nozze di Figaro‘ arbeiten, der Oper, die im Anschluss einstudiert wird. Was halten Sie von dieser Kombination: Meisterkurs und Opernproduktion?

„Ich versuche, ein Fundament zu schaffen, das dann in Zukunft ausstrahlt.”A.K. Das ist eine phantastische Idee, sie gibt dem Ganzen noch einen „Kick“. Doch das, was ich in diesen drei oder vier Tagen vermittle, kann ja nicht nur ausschließlich auf den ‚Figaro‘ angewendet werden. Die jungen Sänger sollen das ja auch mitnehmen. Ich versuche immer, Dinge zu sagen, die auch auf andere Opern anwendbar sind, aber auch auf Lieder, auf das Singen im Allgemeinen. Ich sage ihnen nicht, wie sie die Susanna bei der und der Note singen müssen; mein Ansatz ist grundsätzlicher, ich versuche, weiter in die Tiefe zu gehen, ein Fundament zu schaffen, das dann in Zukunft ausstrahlt.

SOB Sie selbst haben Ihre Karriere ja auch mit Mozart begonnen. Was für eine Beziehung haben Sie zu seinen Opern?

„Ich singe sie jetzt schon so viele Jahre und lerne doch immer noch etwas über diese Opern. Je mehr Einblick ich bekomme, umso sprachloser werde ich eigentlich.”A.K. Für mich gehören Mozarts Opern, vor allem aber die drei Da Ponte-Opern [‚Le nozze di Figaro‘, ‚Cosi fan tutte‘ und ‚Don Giovanni‘], zum Besten, was je kreiert wurde. Text, Musik, Psychologie – alles greift dort in atemberaubender Weise ineinander. Es sind Psycho-Sozialstudien von Menschen, die sich in diesen drei Geschichten finden. Es ist beeindruckend, wie Mozart das Libretto von Da Ponte ausleuchtet und die Protagonisten musikalisch miteinander verwebt ... Ich singe sie jetzt schon so viele Jahre und lerne doch immer noch etwas über diese Opern. Je mehr Einblick ich bekomme, umso sprachloser werde ich eigentlich. Es ist unfassbar ...
Cherubino war übrigens meine allererste Opernpartie, die ich in einer Hochschulproduktion im kleinen Schönbrunner Schlosstheater in Wien gesungen habe. Das kommt mir fast wie ein anderes Leben vor, seither ist so viel passiert. Die Rolle singe ich ja auch nicht mehr, irgendwann muss Schluss sein. Aber gerade mit dem ‚Figaro‘ verbinde ich einiges, ich könnte ganze Bücher mit Anekdoten füllen. Man könnte fast ein bissl sentimental werden ... [lacht].

SOB Auf welche anderen Projekte freuen Sie sich denn im Moment besonders?

A.K. Ich habe einen sehr spannenden Sommer vor mir, ich werde in Südamerika singen, bei vielen schönen Festivals. Ich war im Juni in Aldeburgh, bei Benjamin Brittens Festival, in Schwarzenberg bei der Schubertiade, in bin in Bregenz, Verbier und Edinbourgh ... alles Projekte, auf die ich mich irrsinnig freue. Ich singe auch nur Dinge, die mir selbst viel Spaß machen. Das ist der Vorteil, wenn man schon einige Jahre dabei ist: Man kann es sich irgendwann ein wenig bequemer machen und nur noch das singen, was relativ stressfrei ist und trotzdem wunderschön. Worauf ich mich besonders freue, ist die „Mahagonny“-Produktion an der Wiener Staatsoper. Dann bin ich zu Liederabenden mit Jean-Yves Thibaudet in Amerika. Und in Südamerika war ich auch noch nie ... Ich kann mich gar nicht so richtig entscheiden ...

SOB
Zum Abschluss würde ich mich freuen, wenn ich Ihnen unseren kleinen Fragebogen vorlegen dürfte, den die Ensemblemitglieder bereits beantwortet haben.

A.K. Sehr gerne.

(Noch) ein paar Fragen an Angelika Kirchschlager ...

Wenn ich nicht Sängerin geworden wäre, wäre ich heute … Goldschmiedin oder Buchbinderin.

Als ich zum ersten Mal auf einer Bühne stand, … war das im Kinderchor von Carmen, da war ich zehn.

Ein Leben ohne Musik wäre … eigentlich nicht wirklich denkbar.

Wenn ich eine Zeitreise unternehmen könnte, würde ich ... wahrscheinlich ins Mittelalter reisen, aber nicht sehr lange. Nach einer Stunde hätte ich wohl schon genug. Aber das würde mich wirklich interessieren ...

Meine Lieblingsfigur aus einer Mozart-Oper (nicht als Gesangspartie, sondern als Charakter)? Vielleicht die Gräfin, aus ‚Figaros Hochzeit‘, oder Idomeneo. Wegen ihrer Menschlichkeit. Die Gräfin wegen ihrer Geduld, ihrer großen Liebe, wegen ihrer Leidensfähigkeit, ihrer Vergebung und Großzügigkeit. Und Idomeneo wegen seiner Schwäche.

Wenn ich ein Orchesterinstrument spielte, wäre es ... das Violoncello, einfach wegen seines Klangs. Weil es meinem Stimmklang entgegenkommt, weil es im wahrsten Sinne eine Saite in mir zum Schwingen bringt.

In zehn Jahren möchte ich … nur mehr zu Hause bleiben [lacht]. Ja, das können Sie schreiben: In zehn Jahren Österreich nicht mehr verlassen müssen, wenn ich nicht will.

Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament? [Überlegt ...] Allegro, das ist schon mal sicher ... con ... [lacht], ich wollte gerade sagen „vivace“, aber das ist dann zu schnell ... „con moto“ oder „ma non troppo“.


SOB Frau Kirchschlager, vielen herzlichen Dank für das Gespräch. Wir freuen uns sehr, Sie im September in Bamberg begrüßen zu dürfen.

Das Gespräch führte Maximilian Rauscher.


Wednesday, April 20, 2011

Das Ensemble steht! – Vorsingen zur Sommer Oper Bamberg 2011 beendet


Die Sommer Oper Bamberg ist begehrter als je zuvor: Fast vierhundert Sängerinnen und Sänger haben sich im Vorfeld um die Plätze im Ensemble 2011 beworben. Verständlich, denn neben den sechs Aufführungen von Mozarts "Le nozze di Figaro" und ausgiebiger Opernerfahrung enthält das Paket noch einen Meisterkurs mit Angelika Kirchschlager, Kurse in Opernitalienisch und Sängercoaching, die Chance auf ein Stipendium, ein Engagement am Mainfranken-Theater oder die Vertretung durch eine Agentur.

Die Vorauswahl hat der künstlerische Leiter Till Fabian Weser zum ersten Mal gemeinsam mit dem Berliner Agentur-Partner Artistainternational getroffen. Das war auch ohne ständige Treffen und Reisen problemlos möglich, da alle Bewerber Ihre Hörbeispiele online einreichen mussten. Über die Auswahl herrschte schnell ein breiter Konsens: 70 Sängerinnen und Sänger wurden zu den Vorsingen am 8., 9. und 16. April eingeladen und stellten sich der fünfköpfigen Jury, bestehend aus Till Fabian Weser, Rainer Lewandowski (Intendant E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg und Regisseur der Inszenierung), Valentina di Taranto (Italienisch Coach, Opera Studio Nederland), Hermann Schneider (Intendant Mainfranken Theater Würzburg) und Franziska Hunke (Agentur Artistainternational, Berlin).

Die Entscheidung blieb bis zum letzten Tag spannend. Und einfach war sie auch nicht immer: "Bei einer solch großen Vorauswahl geht es schon gar nicht mehr um die Frage, ob jemand gut oder schlecht singt," erzählt Till Fabian Weser. Eher darum: "Spricht einen die Stimme an, passt sie zur Partie? Wie versteht man den Text, wie tragfähig ist die Stimme? Agieren die Sänger souverän, wie ausgeprägt ist ihr Gestaltungswille, etc."

Aus einer beeindruckenden Zahl von hervorragenden Bewerbern hat die Jury schließlich fünfzehn Sängerpersönlichkeiten ausgewählt – die fünf Hauptpartien wurden doppelt besetzt, die beiden Ensembles werden aber erst während der Probenphase endgültig zusammengestellt.
Auf vergleichbar hohem Niveau gehören zu der international bunt zusammengewürfelten Gruppe sowohl sehr junge Sängerinnen und Sänger, die ihr Studium noch nicht abgeschlossen haben, als auch schon etwas erfahrenere, die schon erste Engagements aufzuweisen haben. Manchmal, wenn die Jury völlig regungslos lauschte und man eine Stecknadel hätte fallen hören, wenn allein eine Stimme einen ganzen Raum in ihren Bann schlug und die Emotionen der Zuhörer anrührte, dann war die Entscheidung sofort klar: Der oder die ist es!

Die Sängerinnen und Sänger der Sommer Oper Bamberg werden wir Ihnen im Laufe der nächsten Monate an diesem Ort vorstellen. Nachdem das Ensemble nun feststeht, werden im Mai mehrere Probespiele für das Orchester stattfinden. Die Bewerbungsfrist wurde gerade bis zum 2. Mai verlängert! Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Monday, March 21, 2011

„Lesen, ganz viel lesen!“ Die Flötistin Claire Genewein im Gespräch

Mozarts „Le nozze di Figaro“ steht diesmal auf dem Programm der Sommer Oper Bamberg. Um den Stil der Zeit und die spezifischen Besonderheiten der Musik des späten 18. Jahrhunderts noch besser kennenzulernen, beginnt die Orchesterprobenphase für die jungen Musikerinnen und Musiker mit einem mehrtägigen Workshop zu historischer Aufführungspraxis. Eine der Dozentinnen: die Traversflötistin Claire Gennewein aus Zürich.

Nach ihrem Studium der Querflöte in Salzburg und dem Konzertdiplom bei Philippe Racine in Zürich spezialisierte sie sich mit einem Diplom in Alter Musik an der Schola Cantorum Basiliensis mit dem Hauptfach Traversflöte und ergänzte es durch einen Master am Royal Conservatorium in Den Haag bei Barthold Kuijken. Claire Genewein arbeitet als freischaffende Flötistin in Ensembles wie La Cetra, Venice Baroque Orchestra, L’Arcadia, Ensemble Miroir und Neue Hofkapelle München. Sie spielte unter der Leitung von Gustav Leonhardt, Andrea Marcon, Jordi Savall, Geoffrey Lancaster, William Christie u.a. Seit Herbst 2006 lehrt sie an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz Traversflöte und historische Aufführungspraxis.

Sommer Oper Bamberg Frau Gennewein, Sie werden als Dozentin den Holzbläser die historische Aufführungspraxis näherbringen. Geht das überhaupt in drei Tagen?

Claire Gennewein Das ist natürlich nicht sehr viel. Aber ich glaube, es geht dabei vor allem darum, dass man heute als Musiker viele verschiedene „Sprachen“ und ihre Grammatiken kennen muss. Man kann sich Mozarts Musik-Sprache natürlich viel sinnvoller nähern, wenn man das von der Renaissance, dem Barock, der Frühklassik aus macht, als wenn man von der Moderne zurückblickt.
Es ist unsere Aufgabe als Dozentinnen, den Musikern zu zeigen, wie man damals „gesprochen“ hat – und wie nicht. Im modernen Musikstudium geht das leider oft unter, weil man gezwungen ist, am gleichen Tag Schostakowitsch, Mozart und Bach zu spielen. Das wichtige ist, diese verschiedenen Sprachen zu kennen und zu unterscheiden. Das fängt bei den Verzierungen an, bei der Bedeutung eines Legatobogens – das ist in der Romantik eben völlig anders als im Barock oder in der Klassik. Und dann natürlich der Klang der Bläser, er ist schlanker als heute, aber das kann man auch auf modernen Instrumenten bewerkstelligen, wenn man nicht so dick spielt, ohne Vibrato … Auch eine moderne Flöte klingt ohne Vibrato gut, das hört man ja auch zunehmend bei Orchestern. Ich glaube, das kann man in drei Tagen schon sehr gut zeigen.

SOB Ist die historische Aufführungspraxis, die vor 20 Jahren noch eine Spezialdisziplin oder – aus der Sicht mancher Musiker – sogar eine etwas abseitige Disziplin gewesen ist, inzwischen "Mainstream" geworden? Wirkt sie sich auf die Spielkultur aus?

„Harnoncourt haben wir sehr viel zu verdanken; er hatte eine ganz andere Klangvision ... ”C.G. Ich denke schon. In der Alten Musik dominiert sie schon fast den Markt. Als Musiker muss man heute anders ausgebildet werden. Es ist meine Vision, dass das, was Nikolaus Harnoncourt damals an der Oper Zürich eingeläutet hat – er hat an einem "normalen" Opernhaus erst einmal mit historischen Blechbläsern angefangen –, sich überall durchsetzt, so wie jetzt auch bei der Sommer Oper Bamberg. Und gerade haben wir in Zürich "Le nozze di Figaro" mit einem Orchester gespielt, das komplett auf historischen Instrumenten musizierte. Für die Bläser holt man sich zwar externe Unterstützung, aber in Zürich klappt das schon ganz toll. Darin liegt die Zukunft der Orchestermusiker. Harnoncourt haben wir sehr viel zu verdanken; er hatte eine andere Klangvision und hat das einfach gefordert, auch an einem "normalen" Opernhaus. An der Oper Zürich hat er auch schon damals Workshops veranstaltet, in denen sich die Musiker weiterbilden mussten. Wenn man da heute Schumann oder Schubert hört, dann klingt das einfach anders, weil diese Musiker historisch gebildet sind. In der Wissenschaft gehört das schon immer dazu, und die Musik war ja im Mittelalter noch ein Teil davon, als eine der sieben freien Künste. Ich finde, man muss als Musiker selber denken und forschen dürfen.

SOB Sie arbeiten ja auch gerade an einer Doktorarbeit …

C.G. Ja, ich forsche gerade über Baldassare Galuppi und den vokalen Einfluss auf die Instrumentalmusik in Italien. Da habe ich etwas ganz Spannendes entdeckt, in einem Text aus Rom von 1780, also genau zu Mozarts Zeit. Darin wird den Instrumentalmusikern empfohlen, sich einen Text zu suchen, der zu ihrem Musikstück passt, und es damit zu unterlegen. Sie sollten es zunächst singen, dann erst spielen. Ein ganz interessantes Lernkonzept …

SOB Wie sind sie selbst zur historisch informierten Aufführungspraxis gekommen?

„Zur alten Musik bin ich eigentlich sogar wegen Karlheinz Stockhausen gekommen.”C.G.Eine Schlüsselstelle war für mich die Schola Cantorum Basiliensis. Als ich dort studierte, fand ich es unglaublich befreiend, dass der Lehrer nicht gesagt hat, „so geht’s“, sondern „es könnte so sein, sieh mal da nach, lies mal da“. Es war ein breit angelegtes Suchen nach den Musiksprachen, die man damals gesprochen hat, in Tagebüchern und in Quellen. Auch mit Hilfe von anderen Instrumenten; jeder Instrumentalist ist sonst oft auf seinen Bereich fixiert. Ich habe mich sehr mit Gesang beschäftigt, mit Rezitativen. Das weitete den Horizont unglaublich.

Zur alten Musik bin ich eigentlich sogar wegen Karlheinz Stockhausen gekommen. Ich habe damals sehr viel Stockhausen gespielt und auch mit ihm gearbeitet. Und dabei gemerkt: Obwohl bei ihm alles notiert ist, ist es immer noch so anders, wenn man ihn selber erlebt. Das musste ja mit der Alten Musik auch so sein. Genau diesen Weg wollte ich dann auch einschlagen und so nah wie möglich auch an die Komponisten herankommen, die man nicht mehr einfach anrufen kann. Aber man kann lesen, ganz viel lesen. Und während meiner Zugfahrten zwischen Linz und Zürich habe ich dazu auch immer wieder genug Zeit.

SOB Dann freuen wir uns auf einen spannenden Workshop und auf einen Mozart mit ganz neuem Bewusstsein. Herzlichen Dank für das Gespräch!


Bewerbungsschluss für Musikerinnen und Musiker ist der 22. April 2011.
Weitere Informationen hier.


Sunday, February 13, 2011

Opernchor gesucht!

Der Tag des ersten Vorsingens rückt näher – allerdings nicht für die Solisten: die müssen sich noch bis zum März gedulden. Gesucht werden vielmehr die Mitglieder des Opernchores, ohne den auch Mozarts Meisterwerk "Le nozze di Figaro" undenkbar wäre, das diesmal im Zentrum der Sommer Oper Bamberg 2011 stehen wird.

Anders als beim Orchester, das sich aus Musikstudenten am Ende ihres Studiums oder am Anfang ihres Berufseinstieges zusammensetzt, bietet der Chor passionierten und chorbegeisterten Laien-Sängerinnen und Sänger aus der Region um Bamberg die Möglichkeit, an der musikalischen Wunderwelt von Mozarts Oper teilzuhaben – wieder unter der bewährten und inspirierenden Choreinstudierung von Christian Jeub (Chordirektor Musiktheater im Revier). Mit dabei sind auch Mitgliedern des tschechischen Chores Vox Juvenalis aus Brno, der als Partnerchor schon seit vielen Jahren eng mit der Sommer Oper Bamberg zusammenarbeitet. Auch Teilnehmer des Opernchor-Workshops 2010 sind herzlich willkommen.

Wer Spaß am Singen und dazu ausreichend Erfahrung im Chorgesang hat, ist herzlich eingeladen, sich noch bis zum 18. Februar zu einem der beiden Vorsingen zu bewerben: sie finden am 21. und 25. Februar in Bamberg statt.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Bewerben Sie sich und werden Sie Teil der diesjährigen Sommer Oper Bamberg!


Tuesday, February 1, 2011

Europa leben, Europa erleben

Die Sommer Oper Bamberg ist nicht nur der größte Opern- und Orchesterworkshop seiner Art in Europa, sondern ein wahrhaft europäisches Projekt.

Vor der zauberhaften Kulisse der Weltkulturerbe-Stadt Bamberg, im Herzen des Kontinents gelegen, findet alle zwei Jahre ein wahrhaft internationales Theaterereignis statt. Die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt wird zu einem ganz besonderer Begegnungsort für junge Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, die sich in der universalsten aller Sprachen unterhalten – der Musik. Sie treffen neue Freunde und lassen dabei ein Europa entstehen, das nicht von Brüsseler Verordnungen oder bürokratischen Wucherungen geprägt ist, sondern von Kunst und Kultur, von Kennenlernen und gemeinsamen Entdeckungsreisen.

Grenzenlos ...
Grenzen sind dann gar nicht mehr wichtig. Ganz egal, wo jemand geboren wurde oder welchen Pass er besitzt: Wer seinen momentanen Wohnsitz in einem Land der europäischen Union hat, kann an der Sommer Oper Bamberg teilnehmen.

2005, im ersten Jahr, kamen die Teilnehmer aus Deutschland, der Slowakei, Tschechien, Ungarn und den Niederlanden, 2007 bereits aus 11 Länder. Und beim letzten Mal, 2009, trafen Künstlerinnen und Künstler aus 18 Ländern, aus Europa, Südamerika und Asien in Bamberg zusammen.

... Unterwegs:
Im Jahr 2011 gehen wir noch einen Schritt weiter: Wir laden die jungen Musikerinnen und Musiker nicht nur nach Bamberg ein, sondern gehen auch selbst auf Reisen und präsentieren die Sommer Oper Bamberg als internationales Projekt:
Los geht's Ende Februar mit der Pressekonferenz in Wien, bei der Till Fabian Weser und Kammersängerin Angelika Kirchschlager Konzept und Programm der diesjährigen SOB vorstellen werden.

Im Mai und Juni wird es dann, nicht zuletzt auf vielfachen Wunsch der Teilnehmer selbst, mehrere Probespiele geben. Dabei wollen wir nicht nur die Musiker selbst kennenlernen, sondern auch das bestmögliche Orchester zusammenstellen, um die neuen und spannenden Herausforderungen Mozarts und der historischen Aufführungspraxis zu meistern.

Neben Probespielen an mehreren deutschen Hochschulen suchen wir auch in Spanien, Italien, Österreich, Schweden und Tschechien nach hervorragendem Orchesternachwuchs. Probespiele gibt es in:

Mannheim (Staatliche Hochschule für Musik) am 13.05.
Berlin (Hochschule für Musik Hanns Eisler) am 14.05.
Salamanca (Conservatorio Superior de Música) am 16.05.
Vicenza (Conservatorio di musica di Vicenca) am 18.05.
Nürnberg (Hochschule für Musik) am 22.05.
Linz (Anton Bruckner Privatuniversität) am 26.05.
Prag (Academy of Performing Arts) am 31.05.
Stockholm (t.b.a.) am 02.06. und
Düsseldorf (Robert Schumann Hochschule) am 04.06.
Bewerbungsschluss ist am 22. April 2011

Gelebtes Europa
Wir freuen uns auf eine spannende Sommer Oper Bamberg 2011 mit Wolfgang Amadeus Mozarts "Le nozze di Figaro". Denn wenn sich in einem bayerischen Theater dutzende junge Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker aus vielerlei Ländern zusammentun, um ein italienisches Libretto mit einer Handlung aus Spanien in der Vertonung eines Österreichers mit Können und Spaß zu klingendem Leben zu erwecken, dann ist das gelebtes Europa.

Tuesday, January 18, 2011

Sommer Oper Bamberg | Ausblick 2011

Liebe Freunde der Sommer Oper Bamberg,

in weniger als acht Monaten ist es wieder soweit: am 11. September 2011 geht das europaweit einmalige Konzept des Bamberger Opern- und Orchesterworkshops in seine vierte Runde. Nach den "Verismo"-Opern der Workshopjahre 2005, 2007 und 2009 widmen wir uns in diesem Jahr zum ersten Mal einem Werk des 18. Jahrhunderts: Mozarts und da Pontes ›Le nozze di Figaro‹, einer der volkommensten musikalischen Komödien der Operngeschichte.

Das bewährte Zusammenspiel zwischen dem Workshop für angehende Orchestermusiker und der Probenphase der jungen Sängerinnen und Sängern am Anfang ihrer Karriere wollen wir diesmal durch etliche spannende Neuerungen erweitern:

Orchester:
Mit dem Gang zurück zu Mozart wird auch die Frage der Spielweise interessant, und so steht am Anfang der Orchesterprobenphase ein mehrtägiger Workshop zu historisch informierter Aufführungspraxis.

Den Geist Europas, der bei der Sommer Oper Bamberg schon immer eine große Rolle gespielt hat, fördern wir diesmal im Mai und Juni mit Probespielen an verschiedenen europäischen Musikhochschulen.

Bewerbungsgfrist für Musiker ist der 22. April
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Weitere Informationen gibt es hier.



Bild: Nikolaus Karlinsky
Angelika Kirchschlager
Bild: Nikolaus Karlinsky


Gesangssolisten:
Auch den Sängerinnen und Sängern können wir Reizvolles bieten:
Sie können während der Probenphase Agenturförderung, ein Theaterengagement oder ein Stipendium erringen. Hinzu kommen Workshops zu Karrierecoaching, Bühnenpräsenz und Opernitalienisch.

Einen Höhepunkt stellt fraglos der Meisterkurs mit Angelika Kirchschlager dar, den die Wiener Kammersängerin zu Beginn der Sommer Oper Bamberg, vom 11.9.-14.9. 2011 leiten wird. Wir freuen uns sehr, mit ihr eine der wichtigsten und gefeiertsten Mezzo-Sopranistinnen unserer Zeit für Bamberg und die Sommer Oper gewonnen zu haben.

Bewerbungsschluss für Sängerinnen und Sänger ist am 25. März 2011. Weitere Informationen finden Sie hier.




Begleiten Sie uns:
Über all dies und noch viel mehr werden wir in den folgenden Wochen und Monaten regelmäßig und ausführlich an dieser Stelle berichten. Lernen Sie die Leute auf der Bühne, im Orchestergraben und hinter den Kulissen kennen, lassen Sie sich Aktuelles, Spannendes und Wissenswertes erzählen.

Begleiten Sie uns auf diesem Weg, werden Sie Teil der Sommer Oper Bamberg!