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Tuesday, August 30, 2011

Das Ensemble stellt sich vor (XIII) – Yoshiaki Kimura (Figaro)



Nachdem aus den Vorsingen im April ein spannendes und vielversprechendes Ensemble hervorgegangen ist, möchten wir Ihnen dessen Mitglieder nicht vorenthalten und stellen Ihnen die Solistinnen und Solisten im Verlauf der nächsten Monate an dieser Stelle kurz vor. Wir haben sie auch gebeten, einen kleinen Fragebogen zu beantworten.

Der japanische Bariton Yoshiaki Kimura stammt aus Okayama/Japan und studierte von 2000 bis 2004 Gesang, sowie bis 2007 Operngesang (Master) an der Universität der Künste Tokio (Tokyo Geijutsu Daigaku). Er setzte sein Studium zunächst an der Opernschule (bei Prof. Steddin Sigmar) der Musikhochschule Karlsruhe, dann am Conservatoire Toulon/Frankreich (bei Prof. Udo Reinemann) fort, wo er im Mai 2011 mit Auszeichnung sein Studium abgeschlossen hat. Von 2009 bis 2010 besuchte er die Meisterklasse am Königlichen Konservatorium in Brüssel bei Prof. Udo Reinemann. Derzeit studiert er an der Musikhochschule Stuttgart im Kontaktstudium Gesang bei Yasuko Kozaki und Liedgestaltung bei Prof. Cornelis Witthoefft. Er besuchte zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Wolfram Rieger, Felicity Lott, Rudolf Jansen, Wolfgang Holzmair, Mathias Goerne und Stefan Genz. 2011/2012 wird er als Stipendiat der belgischen Stipendienstiftung Robus am Flanders Opera Studio verbringen.

Als Opernsänger sang er bereits den Figaro in ‚Le nozze di Figaro‘, Guglielmo in ‚Cosi fan tutte‘, Escamillo in ‚Carmen‘, Alfio in ‚Cavalleria rusticana‘, Sharpless in ‚Madame Butterfly‘ und Marcello in ‚La Boheme‘. Am Beginn seiner Karriere als Solist stand die Bariton-Partie in Beethovens Neunter Symphonie. 2008 gab er seinen ersten, hochgelobten Liederabend bei den Internationalen Musikfestwochen in Okayama. Er wurde zweimal von der ‚Stiftung zur Förderung von Sport und Kultur‘ der Stadt Okayama ausgezeichnet, 2009 erhielt er ein Stipendium der ‚Stiftung zur Förderung von Sport und Kultur‘ der Stadt Kurashiki, des ‚Vereins zur Förderung der Musik in Japan‘ und der ‚Marusen Stiftung zur Förderung von Sport und Kultur‘ . Außerdem gewann er u.a. erste Preise beim 1. Lied-Wettbewerb in Japan und dem 11. Sakurapia-Liedwettbewerb.

In der diesjährigen ‚Le nozze di Figaro‘-Produktion der Sommer Oper Bamberg übernimmt er die Rolle des Figaro.


Ein paar Fragen an Yoshiaki Kimura ...

Geboren 1980 in Okayama/Japan
Ich lebe ab August in Gent/Belgien

Wenn ich nicht Sänger geworden wäre, wäre ich heute … Besitzer eines Modegeschäfts.

Als ich zum ersten Mal auf einer Bühne stand, … war ich sieben Jahre alt. Es war ein Klavierkonzert. Ich war sehr nervös und habe mich oft verspielt ...

Ein Leben ohne Musik wäre nicht lebenswert.

Wenn ich in eine Zeitreise unternehmen könnte, würde ich ... mich mit Mozart treffen wollen.

Meine Lieblingsfigur (nicht: Gesangspartie) aus einer Mozart-Oper? Don Giovanni.

Spielte ich ein Instrument im Orchester, dann wäre es … das Cello, weil mir sein Klang gefällt.

Bei der SOB habe ich mich beworben, weil … es mein Traum ist, in Europa den Figaro zu singen.

In zehn Jahren möchte ich … durch meine Musik vielen Menschen Mut und Träume und Hoffnung geben.

Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament?

Con moto, allegro vivace.







Tuesday, August 9, 2011

Das Ensemble stellt sich vor (IX) – Bernhard Hansky (Figaro)

Nachdem aus den Vorsingen im April ein spannendes und vielversprechendes Ensemble hervorgegangen ist, möchten wir Ihnen dessen Mitglieder nicht vorenthalten und stellen Ihnen die Solistinnen und Solisten im Verlauf der nächsten Monate an dieser Stelle kurz vor. Wir haben sie auch gebeten, einen kleinen Fragebogen zu beantworten.

Der Bariton Bernhard Hansky stammt aus Eisenhüttenstadt. Er studiert seit 2007, zunächst als Jungstudent, bei Hanno Müller-Brachmann an der Hochschule für Musik ‚Hanns Eisler‘ Berlin und besuchte Meisterkurse bei Prof. Jutta Schlegel, Raúl Giménez, Giorgio Caoduro, Andreas Homoki und arbeitete 2011 auch mit Dietrich Fischer-Dieskau. Er war Preisträger der Franz-Grothe-Stiftung beim Bundeswettbewerb Gesang 2008.


Bernhard Hansky sang 2011 die Partie des Le Devin in ‚Le devin du village‘ von Jean-Jacques Rousseau mit dem Ensemble für Alte Musik ‚Le tendre amour‘, Jäger und König in Ali N. Askins Kinderoper ‚Eisenhans!‘ im Mai an der Staatsoper Berlin und den Dandini in Rossinis ‚La Cenerentola‘ am Nationaltheater Brno (Tschechien). Letzteren hat er bereits bei den Rossini-Festspielen Bad Wildbad und beim Opernfestival Lignano (Italien) gegeben. Zuvor sang er u.a. den Publio bei Christoph Hagels ‚La Clemenza di Tito‘-Produktion im Bodemuseum Berlin, Masetto in ‚Don Giovanni‘ und den Conte in einer Querschnitts-Aufführung des ‚Figaro‘ in Italien. Zudem Partien aus ‚Der Barbier von Sevilla‘ von Giovanni Paisiello, ‚Die junge Gräfin‘ von F. L. Gassmann und den Ottone in Monteverdis ‚L’Incoronazione di Poppea‘.

In der diesjährigen ‚Le nozze di Figaro‘-Produktion der Sommer Oper Bamberg übernimmt er die Rolle des Figaro.

Ein paar Fragen an Bernhard Hansky ...

Geboren 1988 in Eisenhüttenstadt (Brandenburg)
Ich lebe in Berlin

Wenn ich nicht Sänger geworden wäre, wäre ich heutewahrscheinlich Betreuer im Bereich Sonderpädagogik, was mir in einem Jahrespraktikum viel Freude bereitet hat. Oder ich wäre Restaurantleiter bzw. hätte einen eigenen Laden.

Als ich zum ersten Mal auf einer Bühne stand, … wusste ich, dass ich mehr davon möchte.

Ein Leben ohne Musik wäre … nahezu undenkbar, da Musik das Leben so wahnsinnig bereichert..

Wenn ich eine Zeitreise unternehmen könnte, ginge sie … auf jeden Fall in die Zeit des Barock. Diese Epoche fasziniert mich sehr, weil sie so viel Schönes und Bleibendes in Musik und Architektur geschaffen hat.

Meine Lieblingsfigur (nicht: Gesangspartie) aus einer Mozart-Oper? Es mag lustig klingen, aber das ist für mich definitiv die Susanna aus dem ‚Figaro‘. Dieses Kammermädchen ist mit allen Wassern gewaschen und weiß genau, welche Fäden sie ziehen muss, damit alles so funktioniert, wie sie es will. Eine nicht zu unterschätzende Persönlichkeit, die darzustellen eine wahre Freude sein muss..

Spielte ich ein Instrument im Orchester, dann wäre es … Die Triangel :-) Für alles andere wäre ich zu ungeduldig.

Bei der SOB habe ich mich beworben, weil … ich die Atmosphäre von Opernfestivals liebe, ebenso wie das Aufeinanderprallen verschiedener Sänger aus aller Welt.

In zehn Jahren möchte ich … wo auch immer schöne Sachen singen und ein erfülltes, glückliches Berufsleben haben.

Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament?
Largo – weil ich (wie jeder andere) auch eine nachdenkliche Seite habe und diese gerne musikalisch ausdrücke.